Ludwig Hirsch
Wienerlied
Oh,
du lieber Augustin, alles ist hin. Und er, der Bleiche, alte
Himmel von Wien, von den Farben verlassen, vom Regenbogen
geschieden, er hat immer noch das Verhältnis mit seinen
schmierigen Geigen und blühen im Prater die Bäume, dann kann
man's riechen, wie Sie's treiben, s' ist zum Speiben!
Und
sie, die alten, die bleichen Menschen dieser Stadt, vor ihrem
Haß und ihrer Dummheit haut der Tod sogar ab, da stehen Altare
in ihren Höhlen, von fetten Dackeln bewacht, da werden die
Enkerln geschlachtet und dem Robert Stolz als Opfer
dargebracht. Oh, du lieber Augustin,a lles ist hin. Und die
bleichen, alten Häuser zwischen Grinzing und Stadlau, ich
weiß, viele ihrer Keller sind zu Gaskammern umgebaut, und holt
im Morgengrauen die Müllabfuhr vergaste Gastarbeiterkinder, dann
winkt aus jedem zweiten Fenster der leibhaftige Heinrich Himmler.
Und
wenn in euch, euch bleichen alten Gasserln von Wien, jede Nacht
laut schnarchend die Besoffenen liegen, dann schickt ihr eure
Ratzen los, zum großen Mitternachtsschmaus und die fressen
dann den armen Schweinen ganz einfach die Zungen aus dem Maul.
Oh,
du lieber Augustin, alles ist hin.
Die Donau trägt zu lang
schon ihre falschen, blauen Dauerwellen, die Lipizzaner stehen
zu lang schon ungeschlachtet in ihren Ställen, den alten Damen
haben wir zu lange schon die alten Hände geküßt, und es wird
höchste Zeit, daß man zum eigenen Vater endlich "du
Arschloch" sagt, wenn er wirklich eins ist!
Oh, du
lieber Augustin, ich zähl auf die bleichen Kinder von
Wien, oh, du lieber Augustin, ich zähl auf die Kinder von
Wien.
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Ludwig Hirsch
Wienerlied
”oversat” af PB
Oh,
du lieber Augustin, alles ist hin.
Og
ham der,
den blege, gamle himmel over Wien
er
farveforladt og forlængst skilt fra regnbuen
men
strygerne holder han fast i,
og
når træerne blomstrer i Prater
høvler
de løs
så
det lugter fælt
lige
til at brække sig!
Åh
disse gamle, blege mennesker
i
denne gamle by.
Døden
endda
flyr
deres dumhed og had.
I
deres hule står et alter
bevogtet
af en fed gravhund.
Her
slagtes som offergaver
børnebørn
til
de forlorne wienersange.
Oh,
du lieber Augustin, alles ist hin.
Jeg
ved, i mange af deres kældre
gasses
gæstearbejderbørn
som
skraldemænd henter om morgenen.
Da
vinker fra hvert andet vindue
selveste
Heinrich Himmler.
Når
der hver nat i Wiens blege gyder
snorkende ligger
de stakkels fulde svin
så
sender I jeres rotter
så
de æder staklernes tunger
til midnatsdîner.
Oh,
du lieber Augustin, alles ist hin.
Alt
for længe
har
Donauen båret sin falske blå permanent
alt
for længe
har
Lippizanerhestene stået uslagtet hen
alt
for længe
har
vi kysset damernes gamle hænder.
Tiden
er kommet
til
at sige ”dit røvhul” til far
hvis
han har fortjent det!
Oh,
du lieber Augustin,
jeg
satser på de blege børn i Wien
Oh,
du lieber Augustin,
jeg
regner med
børnene
i Wien
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